ASCENSION
Unser nächstes Opfer ist Müller-Junkie & ASCENSION-Guitarwizzard Chris alias Carcass. Da er gleichzeitig als Redakteur unseres Online-Zines fungiert, liegt sogleich der Verdacht des Product-Placements nahe. Im folgenden Interview stellt Chris jedoch unter Beweis, dass ihn der schnöde Mammon des Aretsrieder Milchmoguls deutlich weniger tangiert als hochoktaniger Progressive-DM marke Schuldiner & Co.

01. Welche Idee steckt hinter der Band, wie würdet ihr euch stilistisch einsortieren?
Chris: Einen musikalischen Masterplan gibt es bei uns nicht. Wir wollen beim Spielen hauptsächlich Spaß haben und uns in zweiter Linie weiterentwickeln und unseren Stil weiter verfeinern. Der liegt irgendwo in den Weiten des Death Metal, es wird aber auch weiterhin klassische, jazzige und opethsque ;-) Einsprengsel geben. Obwohl die neuen Songs schon insgesamt eine Stufe härter geworden sind als das alte Material.
02. Gibt es einen kreativen Kopf innerhalb der Band, der das musikalische Konzept weitgehend vorgibt oder wird bei euch der demokratische Grundgedanke gelebt?
Chris: Im Grunde ist es so, dass der gute Zeisi mindestens 75% der Grund-Riffs schreibt und damit auch zu fast 100% den Nerv der anderen Band-Mitglieder trifft. Das gibt dann das Gerüst vor, auf das die anderen Instrumente eigenständig Ihre Parts aufbauen. Im Grunde genommen also höchst demokratisch mit einem starken Ideen-Geber, sozusagen... ;-)
03. Welche musikalischen Vorbilder hattet ihr bei Bandgründung, von welchen Bands lasst ihr euch heute inspirieren?
Chris: Läßt sich wirklich schwer sagen, wenn dann kommen die Einflüsse unbewußt. Da ich jetzt aber welche nennen muss, sage ich einfach mal CARCASS (die neueren Scheiben), DEATH, ATHEIST und OPETH.
04. Wie lauten deine aktuellen drei Lieblingsscheiben?
Chris: ENSLAVED - Ruun, STRAPPING YOUNG LAD - The New Black, TEXTURES - Drawing Circles
05. Welches Ereignis war aus Sicht der Band bis dato das Highlight?
Chris: Da gab's bisher noch nicht so viel zu vermelden. Auf alle Fälle unser Konzert in Dießen nach langer Schaffenspause sowie der Gig kurz darauf in Königsbrunn.
06. Könnt ihr mit dem Verhältnis aus eurem Engagement und dem, was an Resonanz dabei herauskommt, zufrieden sein oder hat das Publikum die Band noch nicht vollständig angenommen?
Chris: Darauf kommt's jetzt nicht so sehr an. Wir freuen uns aber natürlich, wenn jemandem unser Sound gefällt.
07. Welche Ziele verfolgt ihr mit eurer Band?
Chris: In Zukunft vielleicht mal wieder desöfteren live zu spielen, wäre schon ein Ziel - und unsere aktuellen Songs endlich mal aufzunehmen ;-)
08. Seht ihr innerhalb des Genres, in dem ihr euch bewegt, noch Weiterentwicklungspotenzial, oder ist die Idee dahinter weitgehend ausgereizt?
Chris: Die Möglichkeiten sind nie ausgenutzt, es sei denn, man bringt als erstes Album eines wie CYNICs "Focus" heraus. Ich denke, wir werden eher noch ein bißchen an der Härte-Schraube drehen, denn da ist noch einiges an Luft nach oben.
09. Gibt es deiner Meinung nach eine regionale Metalszene im weiträumigen Einzugsgebiet von Augsburg oder handelt es sich dabei um autark operierende Bands?
Chris: Ich glaube, seitdem es Lechmetal gibt, hat sich durchaus was getan. Es gibt stilistisch eine wahnsinnig große Bandbreite, die sich mit EDCs Doom-Projekt nochmal vergrößern wird.
10. Ein abschließendes Statement bitte!
Chris: Let the metal flow und danke für Euren Support! ;-)
Hab vielen Dank, Chris! Falls sich Herr Akerfeldt wegen der gehäuften Nennung seiner Band zu einem "Barkass"-Sponsoring animiert fühlt, hier die Postanschrift:Christoph Nadler, Haydnstr. 8a, 82299 Türkenfeld, Germany.












