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Axel Ritt im Gespräch mit Metalpresse

Hallo Axel. Du bist seit kurzem der neue Axtmann bei Grave Digger. Wie kam es dazu?

Chris Boltendahl rief mich im Oktober vergangenen Jahres an, ob ich kurzfristig bereits gebuchten Shows bis Ende des Jahres spielen könnte, da mein Vorgänger Manni Schmidt kurzfristig die Band verlassen hatte. Die nachfolgenden Shows und auch die Mini-Brasilien-Tour verliefen sehr erfolgreich und zeigten dass wir musikalisch und menschlich sehr gut zueinander passten. Ich mag die Band mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten wirklich sehr, von daher war der feste Einstieg eine natürliche Sache.

Die Arbeiten am neuen Album haben auch schon begonnen, wie geht es voran?

Sehr gut. Wir haben uns vergangenes Wochenende erstmals im Rehearsal-Studio von Grave Digger getroffen und binnen 3 Tagen bereits 4 komplette Songs geschrieben, welches ein extrem hohes Tempo ist. Ich habe ein kleines Video von der Studioumgebung unter http://www.youtube.com/axelsiphone, meinem iPhone Kanal, online gestellt.

Man könnte meinen, du bist mit Domain schon ausreichend ausgelastet. Wie kriegst du das unter einen Hut?


Als professioneller Musiker kann man zwei Bands sehr gut nebeneinander betreiben. Da wir immer eine Vorlaufzeit von einem halben bis zu einem ganzen Jahr haben, in dem die ganzen Studiotermine und Tourneen festgesetzt werden, kann man alles sehr schön aufeinander abstimmen. Domain wird ganz normal weiter existieren, parallel neben Grave Digger. Da ich bei
Domain die gleiche Funktion habe, wie Chris bei Grave Digger, kann ich die Domain-Termine um die von Grave Digger legen. Da sehe ich persönlich überhaupt keine Probleme.

Wird es vielleicht in Zukunft eine Tour mit beiden Bands geben?


Bei Rage hat dies auf der letzten Tour Victor Smolski schon gemacht. Als er beim Support Mind Odyssey auf der Bühne stand und dann wenig später noch mit Rage. Für den Künstler, der die beiden Shows spielt, ist dies zwar körperlich eine anstrengende Angelegenheit, aber persönlich könnte ich mir das vorstellen. Ob dies aber zustande kommt, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Für mich würde dies bedeuten, zweieinhalb Stunden zu spielen. Das müsste ich schon packen, wenn Victor das schafft, dann kann ich das auch ;-)


Vor einiger Zeit war mal die Rede von einem Projekt, das du mit David DeFeis (Virgin Steele) und Thomen Strauch (ex-Blind Guardian, ex-Savage Circus) starten wolltest. Wie ist der Stand der Dinge?

Ich habe leider den zeitlichen Aufwand etwas unterschätzt. Auch wenn es sich hierbei um drei Musiker von internationalem Ruf handelt hat, so muss man dennoch Arbeits-technisch bei null anfangen, sprich Songwriting, Vorproduktion, Produktion, Vertragsverhandlungen etc. Von daher musste ich dieses Projekt zunächst auf Eis legen, obwohl die Konstellation sehr reizvoll gewesen wäre.

Steht denn eine Wiederaufnahme in Aussicht?

Im Moment leider nicht, gerade weil ich zusätzlich mit der Arbeit bei Grave Digger endgültig bei der 90-Stunden Woche angekommen bin. Wirklich schade. Wir wollten Schmier von Destruction am Bass haben, der hätte es auch gerne gemacht, konnte aber leider ebenfalls aus Zeitgründen nicht zusagen.

Du bist bei einigen sozialen Netzwerken aktiv und kannst generell recht gut mit deinen Fans. Wie wichtig ist dir Fannähe?

Sehr wichtig! Sie sind die Basis für ein erfolgreichen Gelingen und halten den Betrieb wirtschaftlich am Laufen. Keine Fans, keine Musik! Daher bin ich auch in nahezu alle relevanten Netzwerken wie Facebook, MySpace, Reverbnation, Last.fm, YouTube, XING und wer-kennt-wen vertreten. Oder einfach meinen Blog unter http://axelritt.tumblr.com/rss abonnieren!

Du setzt dich auch stark für Tierschutzvereine wie PETA ein. Erzähl mal!

Tierschutz ist ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Wer sich etwas mehr hierüber informieren möchte, sollte sich bitte meine Website www.axelritt.com unter "Privates" ansehen, hier stehen alle wichtigen Infos.

Vielen Dank für das Interview!

 

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